Lysistrata

Man versuchte sich an Aristophanes, gleich mehrere Male: Das eher unkonventionelle, antike Stück "Lysistrata" wurde von der Theater-AG bei den Schultheatertagen in Bad Nauheim und später auch in den eigenen Hallen der Augustinerschule gespielt.

 

Die gleichnamige Protagonistin wird von Elisa Scaramuzza gepielt, die mit Hilfe griechischer Frauen aller Poleis versucht, den Frieden nach Griechenland zu bringen. Ihre Waffe: die Weiblichkeit. Sie entsagen den Männern ihre Körper und machen sich zeitgleich unwiderstehlich.

 

Darsteller wie Daniel Grau und Tanasgol Sabbagh, die jeweils mit ihrem Gefolge die Ehre ihres Staates und ihre Männlichkeit aufrechterhalten wollen, stehen in diesem Stück den willensstarken Frauen feindselig gegenüber, die unter anderem von Gina Gruyters, Luzia Schoser und Tabea Louis kokett und zielstrebig gespielt werden.

 

Am Ende des Stücks steht die Kapitulation der Männer, die, ob alt oder jung, nicht mehr fähig sind, den weiblichen Reizen zu widerstehen. Sie schließen also Frieden und beendeten aus Wollust die jahrelangen Kriege, die zwischen ihren Völkern herrschen.

 

Historisch gesehen ist das Drama recht utopisch, da der Peloponnesische Krieg mit Sicherheit nicht ein solches Ende fand. Doch als ein Theaterstück machte es sich aufgrund seiner grotesken Komik sehr gut.