Orchesterkonzert in der Heilig-Geist-Kirche im Zeichen Griechenlands
veröffentlicht am 24. Juni 2010 in der Kategorie "News"Zum großen Orchesterkonzert der Augustinerschule, welches traditionsgemäß jedes Jahr in der Heilig-Geist-Kirche in Friedberg stattfindet, hatten Schulleitung und Schulorchester in der vergangenen Woche eingeladen. Die Grußworte verlas der stellvertretende Schulleiter Konrad Ansorge im Namen von Schulleiter Eckhard Immig, der aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst sprechen konnte. Das diesjährige Konzert am Vorabend der Verabschiedung der Abiturienten, so Ansorge, halte erneut ein abendfüllendes und diesmal ganz besonders abwechslungsreiches Programm bereit, das - unter dem Motto „Gelebte europäische Solidarität“ - gewissermaßen als Generalprobe für die in Kürze anstehende Konzertfahrt nach Griechenland angesehen werden könne, wo die beteiligten Augustinerschüler zwei Konzerte geben werden.
Die Auswahl der Stücke war entsprechend „griechisch geprägt“ und beinhaltete neben Mikis Theodorakis’ bekanntem „Zorba the Greek“, im Duett dargeboten von den Solisten Friederike Vollmer (Violine) und Fabian Schubert (Klavier), beide Jahrgangsstufe 13, auch eine ‚Griechische Suite’ mit Sirtaki-Klängen nach Melodien von Theodorakis und arrangiert von Musiklehrer Volkhard Stahl.
Den Auftakt des Konzertabends machten das Blasorchester unter Leitung von Volkhard Stahl mit zwei Märschen, dem ‚March from the Ark’ von Carl Philipp Emmanuel Bach und dem ‚Festival March’ von Antonin Dvorak, sowie Johann Sebastian Bachs ‚Konzert für Cembalo und Streicher in f-moll’, dirigiert von Musiklehrerin Regina Wojtczak (Bild Mitte) mit Fabian Schubert am Cembalo. Das erste herausragende Highlight des Abends bildete das nachfolgende ‚Violinkonzert e-moll, op. 64’ von Felix Mendelssohn Bartholdy mit einer überzeugenden, hochkonzentrierten Friederike Vollmer, die ihr langes Violinsolo einfühlsam und präzise und dazu auswendig präsentierte und damit alle Zuhörer gleichermaßen begeisterte.
Zu den weiteren Höhepunkten des Abends gehörten zwei ‚Slawische Tänze’ von Dvorak, Auszüge aus der ‚Kleinen Dreigroschenmusik’ für Blasorchester von Kurt Weill oder auch das Finale aus der ‚Sinfonia Nr. 98, B-Dur’ von Joseph Haydn und John Williams’ ‚Star Wars: Episode II’, dargeboten vom großen Streich- und Blasorchester mit jeweils wechselnden Dirigenten. Erneut hatten die Organisatoren und Orchesterleiter, zu denen neben Volkhard Stahl und Regina Wojtczak auch Jürgen Hergenröther gehört, damit für ein vielfältiges und überaus anspruchsvolles Konzertprogramm gesorgt, welches klassische und modernere Stücke zu gleichen Teilen berücksichtigte.
Mit Bedauern mussten Publikum und Schulgemeinde zur Kenntnis nehmen, dass das Orchester ab dem kommenden Schuljahr nicht nur auf seine beiden hervorragenden Solisten Fabian und Friederike, sondern auf 21 weitere gestandene Orchestermitglieder wird verzichten müssen, die alle dem diesjährigen Abiturjahrgang angehören und an diesem Abend ihr Abschiedskonzert gegeben hatten. Die scheidenden Abiturienten und Abiturientinnen bedankten sich bei ihren Musiklehrern Stahl und Wojtczak und überreichten als Abschiedsgeschenk einen gut gefüllten „Survival- Korb für Griechenland, damit sie die geplante Auslandsexkursion auch gut überstehen. Stahl stellte noch einmal heraus, dass eine solche Leistung in der arbeitsreichsten Zeit des Schuljahres ohne die von Schulleitung und Schülern erbrachten Ressourcen überhaupt nicht möglicht wäre und bedankte sich bei allen Beteiligten.
Text: U. Hebel-Zipper
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