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Viva la Demokratie - ASF bei der 20. Lernstatt in Bremen vertreten

veröffentlicht am 20. Juni 2010 in der Kategorie "News"

Wir, die Geschi-AG, hatten bei dem Wettbewerb „Demokratisch Handeln“ mit unserem Projekt „Judentum in Friedberg früher und heute“ mitgemacht, das eine zeitlang im Wetteraumuseum zu bewundern war. Wir sind doch tatsächlich unter die 50 Gewinner gekommen und wurden deshalb vom 9.-12. Juni nach Bremen eingeladen. Bei dem Wettbewerb sollen Projekte, die die Demokratie fördern ausgezeichnet werden. Diese Idee hatte vor ungefähr 20 Jahren Hildegard Hamm-Brücher: Sie hatte die NS-Zeit miterlebt und sah, dass man die Demokratie fördern muss. Dabei wollte sie Engagement und Initiative vor allem bei Jugendlichen anregen. Seit 20 Jahren findet nun jährlich die Lernstatt Demokratie über 3 Tage in verschiedenen Städten Deutschlands statt. Als Vertretung für unsere AG durften Amrit Randhawa, Laura Duve und Frau Mett also nach Bremen fahren. Dort angekommen fuhren wir zur Gesamtschule Ost und bauten unser Projekt auf. Es sollte eine Ausstellung aller Projekte entstehen, damit jeder die Chance hat, sein Projekt zu präsentieren und sich mit anderen aus zu tauschen. Nach einem ersten Herumschnuppern und Erkunden des Gebäudes wurden wir in der großen Aula von den Moderatoren und Organisatoren der Lernstatt sowie dem Schulleiter und Frau Hamm-Brücher begrüßt und eingewiesen. Außerdem spielte das Orchester und es gab ein Interview mit den beteiligten Personen. Danach sollten wir uns in der Ausstellung für den anstehenden Erfahrungsaustausch kundig machen und Informationen zu unserem Projekt geben. Dabei lernten wir schon einiges über die Arbeit der anderen Gewinner. Nach dem Abendessen in der Mensa bezogen wir unsere Zimmer in einer Jugendherberge an der Weser und erkundeten Bremen. Dabei sahen wir den schönen Rathausplatz und natürlich die berühmten Bremer Stadtmusikanten.  Der Donnerstag begann für uns mit einem leckeren Frühstück mit Blick auf die Weser. Dann ging es mit dem Zug in die Schule und zum ersten Mal gab es die tägliche Morgengymnastik. Wach und ausgelockert ging's dann in die Gruppen zum Erfahrungsaustausch. Dabei ging es vor allem darum, Gemeinsamkeiten zwischen den Projekten zu finden und neue Methoden und Projekte kennen zu lernen. Zum Schluss stellten wir unsere Ergebnisse in einer Präsentation zusammen, die wir danach (wie die anderen Gruppen) vor allen anderen vorstellten. Am Nachmittag lernten wir Bremen auf verschiedene Arten bei den thematisch orientierten Stadtspaziergängen kennen. Themen dieser Spaziergänge waren z. B. Spuren jüdischen Lebens oder das Weserstadion. Danach trafen wir uns in der Bremischen Bürgerschaft wieder, um der Verleihung des Hamm-Brücher-Preises (der an die beiden Sieger des Wettbewerbs und einen Politiker vergeben wird) beizuwohnen. Anschließend gab es eine interessante Diskussionsrunde und einen Empfang mit leckeren Häppchen ;)
Am Freitag trafen wir uns in den Workshops, die wir zuvor gewählt hatten. Es gab zum Beispiel einen Debattierworkshop aber auch Tanz- und Sportaktionen. In diesen Workshops arbeiteten wir den ganzen Tag, um am Ende eine Präsentation für den nächsten Tag vorzubereiten. Abends führte die Kaberettistin Saskia Brzyszyk( oder einfach B., wie sie selbst vorschlug) ihr neues Programm „Tagesbaustellen“ vor und brachte trotz Aussetzer (oder gerade deswegen) den ganzen Saal zum lachen. Dann ließen wir den Tag und eine schöne Zeit in Bremen an der Schlachte ausklingen.
Am nächsten Morgen stellten alle Workshops ihre Präsentationen vor und es war erstaunlich was dabei Tolles geleistet wurde. Danach kamen die Moderatoren zum letzten und wichtigsten Programmpunkt der Lernstatt: die Urkundenverleihung.
Nun mussten wir uns von neuen Freunden verabschieden und traten langsam den Weg nach Hause an. Im Zug Richtung Heimat stellten wir fest, dass uns die Lernstatt wirklich viel Spaß und Wissen vermittelt hatte. Wir haben gemerkt, dass man auch als „normaler“ Mensch etwas bewegen kann, auch an der eigenen Schule und in der eigenen Stadt und dass sich Engagement lohnt. Wir haben auch gelernt, dass es viele verschiedene Wege gibt, dies zu tun. Schön war, dass wir viele andere engagierte Menschen getroffen und viele interessante und anregende Diskussionen geführt haben. Beeindruckt hat uns das Kennen lernen von Hildegard Hamm-Brücher und anderen bekannten Politikern. Die Lernstatt Demokratie hat uns gezeigt: Eigeninitiative und Engagement sind wichtig, man braucht Mut um etwas zu bewegen und die Demokratie braucht Bewegung. Wir wären nächstes Jahr auf jeden Fall gerne wieder dabei.
GESAGT, GETAN!


Text: Amrit Randhawa und Laura Duve

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